Haßberg-Grüne steigen auf die Brücke
Kreisverband nimmt an Anti-Atom-Demonstration in Bergrheinfeld teil
Haßfurt. Kreisverband und die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen des Landkreises Haßberge rufen zur Teilnahme an „Brücken-Familien-Fest" in Bergrheinfeld auf.
Unter dem Motto „Brücken verbinden- Atomkraft überwinden" findet am Sonntag, 5. September, diese Anti-Atom-Aktion auf dem Festplatz in Bergrheinfeld statt.
Das bunt gemischte Programm von 13.00 bis 19.00 Uhr bietet für die ganze Familie und alle Altersgruppen Unterhaltung, Information und Kulturbeiträge.
Den Abschluss des Brückenfestes bildet der Demozug ab 19.00 Uhr, der vom Festplatz „Wad" in Bergrheinfeld zur Brücke in Richtung Grafenrheinfeld ziehen wird.
Vor gut zwei Wochen stellte die Grüne Kreistagsfraktion einen Resolutionsantrag, der die Entscheidungsträger in Bund und Land auffordert, am Ausstieg aus der Atomenergie festzuhalten.
„Nicht nur in den Entscheidungsgremien sollen und müssen Zeichen gesetzt werden gegen die Atomenergie, sondern auch durch Teilnahme an solchen Aktionen" so Fraktionsvorsitzende Rita Stäblein aus Eltmann. Die grüne Kreisrätin fordert: „keine Laufzeitverlängerung für das Kernkraftwerk in Grafenrheinfeld und auch für kein anderes AKW!"
Kreistagsfraktion und Vorstandschaft der Haßberg-Grünen nehmen an der Veranstaltung teil und bieten Fahrgemeinschaften an. Zur besseren Koordination wird darum gebeten, sich mit Rita und Peter Stäblein, Telefon 09522/80175, in Verbindung zu setzen.
Sepp Daxenberger verstorben
Der ehemalige Fraktionschef der bayerischen Grünen, Sepp Daxenberger, ist seinem langjährigen Krebsleiden erlegen. Bundesweit erregte der Politiker Aufmerksamkeit, als er 1996 zum ersten grünen Bürgermeister Bayerns gewählt wurde.
Waging am See - Wie die Gemeindeverwaltung von Daxenbergers Wohnort Waging am See auf Anfrage mitteilte, starb der seit Jahren an Krebs erkrankte 48-Jährige am Mittwoch. Erst am Sonntag war Daxenbergers ebenfalls an Krebs erkrankte Frau Gertraud gestorben, das Paar hinterlässt drei Kinder. Daxenberger galt als einer der profiliertesten Landespolitiker der Grünen. Wegen seiner angegriffenen Gesundheit musste er sich im Juni vom Fraktionsvorsitz im bayerischen Landtag zurückziehen.
Daxenberger war bei der Landtagswahl 2008 Spitzenkandidat der Grünen und holte mit seiner Partei mit 9,4 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in Bayern. Anschließend übernahm er die Führung der Fraktion. Bundesweit bekannt geworden war der Landwirt, als er 1996 in seinem Heimatort Waging am See gegen die CSU zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Grünen im Freistaat gewählt wurde.
Unterfränkische Grüne stellen die Weichen für die Zukunft

Mit dem Bezirks-Präsidium sehen sich die unterfränkischen Grünen gut aufgestellt für die kommenden Aufgaben (hinten, von links): Bezirksvorsitzender Martin Heilig, Matthias Grünberg, Udo Oschmann, Matthias Gauger, Roland Arnold, Gerhard Trapp, Patrick Friedl, Matthias Lewin sowie (Mitte, von links) Anna Mebf, Käthe Lieder, Bezirksvorsitzende Ayfer Fuchs, Margret Osterloh und (vorne) Bezirksrat Michael Gerr.
Bezirks-Präsidium dient der Vernetzung der Kreisverbände
Würzburg. Die Grünen sind im Aufwind. In den jüngsten Umfragen fahren die Bündnisgrünen einen Rekordwert nach dem anderen ein, und auch in Unterfranken gehen die Grünen mit breiter Brust an die kommenden Aufgaben. Gemeinsam will man bezirksweit die eigenen Ziele angreifen, helfen soll dabei das am vergangenen Freitag neu gegründete Bezirks-Präsidium. Dieses Gremium setzt sich aus den einzelnen Kreisverbänden Unterfrankens zusammen und soll in erster Linie der Vernetzung der elf Kreisverbände dienen.
Das ist allerdings nicht die einzige Aufgabe, der sich das Präsidium künftig stellen will. In Zusammenarbeit mit der Bezirks-Vorstandschaft und den Mandatsträgern werden regionale Themen angegangen und aufgearbeitet, gemeinsame Aktionen geplant und durchgeführt sowie die Arbeit der unterfränkischen Abgeordneten in die Kreisverbände transportiert. In der konstituierenden Sitzung am Freitag, in der zunächst dem kürzlich verstorbenen, bayerischen Vorzeige-Grünen Sepp Daxenberger gedacht wurde, kamen so auch gleich die ersten Themen ins Programm, als da wären Nationalpark Steigerwald, Biosphärenreservat Rhön oder die B26n, um nur einige zu nennen.
Tagen wird das Präsidium allerdings nicht nur hinter verschlossenen Türen, vielmehr will man sich auch vor Ort, in den Kreisverbänden, über die Themen informieren, die in der Region unter den Nägeln brennen.
Die Grünen von Aschaffenburg bis Haßfurt erhoffen sich von dieser engeren Zusammenarbeit eine noch effektivere Arbeit für die „Grüne Sache" und sehen sich vor diesem Hintergrund für die Zukunft hervorragend aufgestellt.







